Umweltbewusst Fassaden streichen

Umweltbewusst Fassaden streichen

Wie kann ich umweltfreundlich meine Fassade streichen?

Umweltfreundliche Farben sind Produkte, die unsere Umwelt nicht schädigen. Leider enthalten die meisten Fassadenfarben wasserlösliche Filmbiozide, die tatsächlich schädlich für die Umwelt sind. Diese Filmbiozide sollen eigentlich vor einem Algen-  und Schimmelpilzbelag schützen, doch sie werden durch Witterungseinflüsse ausgewaschen und gelangen so in die Böden und in Oberflächengewässer. Das ist ökologisch gesehen nicht sinnvoll und muss auch nicht sein. Mittlerweile gibt es viel bessere Alternativen. Zum Beispiel ein natürlicher, physikalischer Schutz, der die Umwelt nicht belastet. Dieser physikalische Schutz verhindert die Tauwasserbildung auf einer Fassadenoberfläche. Wo kein Wasser ist können Algen und Schimmelpilze nicht wachsen.

 

 Was sind biozide Filmschutzmittel?

Biozide Filmschutzmittel sind Substanzen die Fassadenfarben als Additiv dazugegeben werden, um Schadorganismen wie Algen und Schimmelpilze abzutöten bzw. abwehren. Diese Mittel müssen wasserlöslich sein, damit Schadorganismen sie aufnehmen können. Diese Wasserlöslichkeit führt auch dazu, dass diese Mittel durch Regenbewitterung ausgewaschen werden und dann die Umwelt belasten.

Wie kann ein Wachstum von Algen- und Schimmelpilzen auf Fassadenoberflächen umweltfreundlich verhindert werden?

Die besten Möglichkeiten zielen darauf ab Tauwasserbildung zu unterbinden. Wo keine Feuchtigkeit ist, können auch keine Algen und kein Schimmel wachsen.

Aber wie hält man die Fassade trocken?

Möglichkeit 1 konstruktiv, dass bedeutet durch ausreichend weite Dachüberstände dafür zu sorgen, das keine Feuchtigkeit an die Fassadenoberfläche kommt.

Möglichkeit 2 physikalisch - hierbei wird die Fassadenoberfläche in einem gewissen Rahmen saugfähig ausgestattet. Möglich ist dies mit speziellen Fassadenfarben, die ähnlich wie ein Löschblatt Feuchtigkeit aufnehmen und speichern können. Dadurch trocknet eine Fassadenoberfläche schnell ab und Algen und Schimmelpilze können sich nicht entwickeln.

Warum bildet sich Tauwasser auf einer Fassadenoberfläche?

Tauwasser bildet sich, wenn die Fassadenoberfläche kälter als die umgebende Luft ist. In der Nacht kühlt eine Fassadenoberfläche ab. Wenn am nächsten morgen die Lufttemperatur steigt, dauert es einige Stunden bis sich die Fassadenoberfläche ebenso erwärmt. In dieser Zeit kann setzt sich Feuchtigkeit aus der Luft auf den kühlen Fassadenoberflächen ab. Winzig kleine meist nicht sichtbare Wassertropfen bilden dann das Tau- oder Kondenswasser.

Führt Tauwasser auf einer Fassadenoberfläche automatisch zu einem Algen- und Schimmelpilzwachstum?

Das ist von mehreren Faktoren abhängig, die Wahrscheinlichkeit nimmt zu, je öfter und länger  auf einer Fassadenoberfläche Tauwasser steht und je mehr Pflanzen, Bäume etc. in der Umgebung vorhanden sind. Dazu muss man wissen, dass Algen- oder Schimmelpilzsporen generell in der Luft umherschweben. Je grüner und natürlicher eine Umgebung ist, umso höher ist diese Belastung. Dabei lagern sich dann Algen oder Schimmelpilzsporen auch an Fassadenoberflächen an. Kommt Wasser z.B. als Tauwasser hinzu, können diese Mikroorganismen mit dem Wasser Nährstoffe aufnehmen und sich entwickeln. Da Tauwasser viel öfter und regelmäßiger als Regenwasser auf einer Fassadenoberfläche auftrifft, ist dies der Hauptgrund für einen Algen- und Schimmelpilzbelag auf der Fassadenoberfläche.

Was passiert mit der aufgenommenen Feuchtigkeit bei den speziellen Fassadenfarben?

Diese wird mit steigenden Lufttemperaturen wider an die Umluft abgegeben.

Wie lange schützen Fassadenfarben vor einem Algen- und Pilzbefall?

Eine genaue Antwort kann hier nicht gegeben werden. Aber es hat sich in der Praxis gezeigt, dass physikalisch wirkende Fassadenfarben deutlich widerstandfähiger im Vergleich zu Fassadenfarben mit einem bioziden Filmschutz sind. Eine dauerhafte Verhinderung kann aber nie zugesagt werden.

 

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