Tipps & Tricks zum Streichen von Fassaden - so gelingt's. Ratgeber von Farbe-direkt.de

Fassade streichen – Tipps & Tricks

Wind und Wetter setzen den Fassaden unserer Häuser ganz schön zu. Sie verblassen, bröckeln und werden dreckig. Oft hilft nur um ein regelmäßiger Neu-Anstrich. Doch keine Sorge, die eigene Hauswand zu streichen ist weniger kompliziert als man zunächst vielleicht annimmt. Und mit dem richtigen Vorgehen, bleibt deine Fassade lange schön.

Wann kann ich meine Fassade überhaupt streichen?

Nachdem du die richtige Fassadenfarbe für deine Hauswand gefunden hast, brauchst du zum Streichen der Fassade generell eine trockene Umgebung – sowohl während des Streichens als auch 2-3 Tage danach, während der Trockenzeit. Die Temperaturen müssen über +5°C liegen (bei Silikatfassadenfarben über +8°C). Dies ist wichtig, da die Farbe während der Trocknung frostempfindlich ist und wichtige Eigenschaften verloren gehen können.

Die relative Luftfeuchtigkeit darf nicht höher als 85% sein. Die korrekte Trocknung der Farbe wäre ansonsten gefährdet und die Feuchtigkeit während des Trocknungsprozesses kann nicht richtig an die Umgebung abgeben werden. Die Folge, unschöne Flecken durch ein ungleichmäßiges Trocknen.

Auch zu warm sollte es nicht sein. Temperaturen über +30°C (bei Silikatfarben für die Fassade +25°C) haben einen negativen Einfluss auf das Streichergebnis. Ist es zu warm, trocknet die Farbbeschichtung zu schnell. Auch in diesem Fall kann das Ergebnis streifig oder fleckig werden.

Für jedes Produkt existiert ein Technischen Merkblatt. Du solltest immer die Angaben im Technischen Merkblatt beachten. Bei uns findest du dieses immer direkt auf der Produktseite im Shop. Ansonsten kannst du es auch bei jedem Händler direkt anfragen.

Fassade streichen - Schritt für Schritt

Schritt 1: Die Fassade reinigen

Bevor du Pinsel und Farbrolle schwingst, solltest du die Hauswand auf jeden Fall gründlich reinigen. Die Fassade muss staubfrei, trocken und sauber sein. Entferne auch Moos- und Algenbewuchs gründlich. Zur Reinigung eignet sich am besten ein Besen (zum groben Abkehren) und ein Hochdruckreiniger. So bekommst du die Fassade gründlich sauber.

Wichtig: Das Schmutzwasser mit den Farbresten und Abrieb muss aufgefangen und fachgerecht entsorgt werden. Es darf nicht einfach in die Regenwasserkanalisation laufen oder im Boden versickern. Am einfachsten bildest du eine Art Wanne aus einer robusten Abdeckplane, um das Abwasser aufzufangen. Zur fachgerechten Entsorgung bei dir in der Region wendest du dich am besten an die zuständige Umweltbehörde. 

Schritt 2: Beschädigte Hauswand ausbessern

Als nächstes solltest du die gesamte Hauswand gründlich auf Beschädigungen prüfen. Alles, was locker ist, muss entfernt werden. Risse und Löcher in der Fassade solltest du mit Spachtelmasse ausbessern und wenn nötig neu verputzen.

Im Anschluss empfehlen wir alle sensiblen Bereiche wie Fenster, Türen, Regenrinnen, Leuchten oder Ähnliches sauber abkleben. Alles, was nicht gestrichen werden soll, solltest du mit Abklebeband oder einer Folie schützen. Den Boden um die Hauswand herum legst du am besten mit Malervlies aus. Nimm die hier ausreichend Zeit. 

Schritt 3: Saugfähige Fassade grundieren

Eine Grundierung ist zwar nicht immer, aber häufig, sinnvoll oder sogar nötig. Ob deine Hauswand eine Grundierung braucht, kannst du ganz einfach mit einem nassen Schwamm testen. Wenn die Feuchtigkeit in die Fassade einzieht, ist der Untergrund zu saugfähig. Würdest du so eine Fassade ohne Grundierung streichen, würdest du deutlich mehr Farbe benötigen und hättest am Ende ein ungleiches Bild mit Streifen oder Flecken.

Die klassische Grundierung wird mit einem Flächenpinsel im Kreuzmuster aufgetragen. Bei uns bekommst du aber auch eine spezielle Tiefengrundierung in Gel-Konsistenz. Diese tropft nicht und lässt sich ganz einfach auf die Fassade aufrollen. Beim Grundieren solltest du – wie auch beim Streichen – darauf achten, nicht bei direkter Sonneneinstrahlung zu arbeiten.

Schritt 4: Die Fassade streichen

Wenn du alle Vorarbeiten gründlich erledigt hast, kann es nun endlich losgehen mit dem Streichen. Im ersten Schritt streichst du alle Winkel und Ecken der Hauswand einmal mit einem Pinsel vor. Auch Ornamente oder besondere Details sollten vorab einmal mit dem Pinsel bestrichen werden.

Dann folgt der Voranstrich. Dafür verdünnst du einen Teil der Fassadenfarbe mit 5-10% Wasser. Wie viel Wasser du zu geben solltest, kannst du im Technischen Merkblatt nachlesen. Durch das Verdünnen kannst du den Verbrauch der Farbe reduzieren und schaffst so im Voranstrich mehr Fläche.

Für große Flächen verwendest du am besten eine Farbrolle mit einer Teleskopstange. So gelangst du auch an höher gelegene Flächen ohne jedes Mal auf eine Leiter steigen zu müssen. Ähnlich wie beim Grundieren sollte auch beim Streichen der Hauswand das Kreuzmuster zum Einsatz kommen – erst von oben nach unten und dann nochmal horizontal. Ein bisschen beeilen solltest du dich dabei allerdings. Wenn die Farbe zwischendurch schon antrocknet, ist ein sogenanntes „Nass- in-Nass“-Streichen nicht mehr möglich und es kommt zu unschönen Flecken und Streichen. Behalte deshalb die Zeit ein wenig im Auge.

Sobald der Voranstrich gut getrocknet ist, kannst du mit dem zweiten Anstrich fortfahren. Dabei verwendest du nun die unverdünnte Farbe und wendest ebenfalls wieder das Kreuzmuster an. So erzielst du die höchste Deckkraft und ein streifenfreies Ergebnis für deine Hauswand. Ist die Farbe an der Fassade leicht angetrocknet, kannst du das Abklebeband und die Folie vorsichtig entfernen.

Wenn du dich an diese Reihenfolge und Tipps hältst ist der Hauswandanstrich ein Klacks und deine Hauswände strahlen schnell wieder frisch.

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